Eltern von autistischen Kindern leisten einen enormen Koordinationsaufwand: Therapietermine, Schulkommunikation, Nachteilsausgleiche beantragen, Meltdowns auffangen, Geschwister begleiten, und nebenbei den eigenen Alltag bewältigen. Forschung zeigt konsistent, dass Eltern autistischer Kinder höhere Stresswerte, mehr depressive Symptome und eine geringere wahrgenommene soziale Unterstützung aufweisen als Eltern neurotypischer Kinder.

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Das Gefühl, es nie richtig zu machen

Viele Eltern berichten von einem Gefühl permanenter Unzulänglichkeit: zu wenig für das autistische Kind, zu wenig für die Geschwister, zu wenig für den Partner, zu wenig für sich selbst. Dieses Gefühl wird verstärkt durch ein Umfeld, das Autismus oft nicht versteht und gutgemeinte, aber wenig hilfreiche Ratschläge gibt.

Was helfen kann

Austausch mit anderen betroffenen Eltern – in Selbsthilfegruppen oder Online-Communities – kann enorm entlastend wirken. Das Wissen, dass andere dieselben Erfahrungen machen, normalisiert die eigene Situation. Ebenso wichtig: professionelle Unterstützung annehmen, wenn sie verfügbar ist. Elterncoaching, familientherapeutische Begleitung oder Entlastungsangebote wie Respite Care sind keine Zeichen von Versagen, sondern von Verantwortungsbewusstsein.

Und ein Punkt, der zu selten gesagt wird: Du darfst auch traurig sein. Du darfst die Diagnose deines Kindes auch als Verlust empfinden – als Abschied von einer Vorstellung, die du hattest. Das macht dich nicht zu einem schlechten Elternteil. Es macht dich zu einem Menschen.

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Herzlich, deine Marianne