Praxis für Lösungs-Impulse AG
Publireportage
Berufsbild · Neurodivergenz

Berufsbild ADHS- und Autismus-Coach: Aufgaben, Nachfrage, Qualifikation

Immer mehr Menschen erhalten eine ADHS- oder Autismus-Diagnose – und suchen danach jemanden, der sie im Alltag begleitet. Daraus ist ein eigenes Berufsfeld entstanden. Was diese Fachpersonen konkret tun, wer sie beauftragt und welche Ausbildung es braucht.

Was macht ein ADHS- und Autismus-Coach?

ADHS- und Autismus-Coaches begleiten neurodivergente Menschen und ihr Umfeld im Alltag: nach der Diagnose, vor der Abklärung oder ganz unabhängig davon. Sie helfen dabei, den eigenen Kopf zu verstehen, Strukturen zu bauen, die halten, und Konflikte in Familie, Schule oder Job zu entschärfen. Die Arbeit ist lösungs- und ressourcenorientiert: Sie setzt bei dem an, was funktioniert – nicht bei dem, was fehlt.

Abgrenzung: Was der Beruf nicht ist

Coaches diagnostizieren nicht und behandeln keine Störungsbilder – das gehört zu Ärztinnen, Psychotherapeuten und spezialisierten Fachstellen. Coaching setzt davor, daneben oder danach an: bei der Lebensgestaltung. Zu einer seriösen Ausbildung gehört deshalb auch das Wissen, wann ein Fall weiterverwiesen werden muss.

Wie der Arbeitsalltag aussieht

Typische Mandate sind Einzelbegleitungen von Jugendlichen und Erwachsenen (Studium, Berufseinstieg, Arbeitsorganisation, Selbstwert), Elternberatung rund um Schule und Familienalltag sowie die Zusammenarbeit mit Lehrpersonen und Arbeitgebenden, wenn das Umfeld Teil der Lösung sein soll. Dazu kommen je nach Profil Gruppenangebote und Workshops, etwa für Schulen oder Teams.

Beratungsgespräch zwischen zwei Personen
Kern der Arbeit: regelmässige Einzelgespräche – vor Ort oder online.

Gearbeitet wird in eigener Praxis, online oder eingebettet in eine bestehende Tätigkeit: Viele üben den Beruf als Erweiterung ihrer bisherigen Arbeit aus – als Schulische Heilpädagogin mit ADHS-Schwerpunkt, als Sozialarbeiter mit eigenem Beratungsangebot, als Coach mit Spezialisierung. Andere bauen daraus eine eigenständige Selbstständigkeit auf.

Wie gross ist die Nachfrage?

In der Schweiz leben Schätzungen zufolge mehr als 500'000 Menschen mit ADHS oder einer Autismus-Spektrum-Störung – mehr, als in der Stadt Zürich wohnen. Spezialisierte Anlaufstellen haben lange Wartezeiten, und die Zahl der Erwachsenen, die erstmals eine Diagnose erhalten, steigt seit Jahren. Wer nach der Abklärung Unterstützung für den Alltag sucht, findet kaum jemanden mit passender Qualifikation.

500'000+
Menschen in der Schweiz leben Schätzungen zufolge mit ADHS oder einer Autismus-Spektrum-Störung.
Kind liest lachend ein Buch
Ein grosser Teil der Anfragen betrifft Kinder und Jugendliche – und damit auch Eltern und Schulen.

Wie wird die Arbeit bezahlt?

Coaching ist keine Krankenkassenleistung. Bezahlt wird die Begleitung von Selbstzahlenden, von Institutionen (Schulen, Sozialdienste, Arbeitgebende) – und in bestimmten Konstellationen über die IV und weitere Kostenträger. Diese Finanzierungswege zu kennen, gehört zum Handwerk: Sie entscheiden mit darüber, ob eine längerfristige Begleitung für Klientinnen und Klienten tragbar ist. Das Einkommen hängt entsprechend von Auslastung, Setting und Region ab; die meisten starten nebenberuflich und bauen das Standbein schrittweise aus.

Was man können muss

Der Beruf verlangt zwei Dinge zugleich: Beratungskompetenz und spezifisches Fachwissen. Zum Anforderungsprofil gehören unter anderem:

  • Neurobiologische Grundlagen von ADHS und Autismus, einschliesslich exekutiver Funktionen und sensorischer Verarbeitung
  • Wie sich beide Profile bei Erwachsenen zeigen – und worin sie sich vom Bild bei Kindern unterscheiden
  • Masking und seine Folgen, Komorbiditäten, Abgrenzung zu ähnlichen Störungsbildern
  • Gesprächsführung und lösungsorientierte Methodik, angepasst an neurodivergente Klientinnen und Klienten
  • Systemarbeit mit Familie, Schule und Arbeitgebenden
  • Finanzierungswege, in der Schweiz insbesondere die Zusammenarbeit mit der IV

Wege in den Beruf

Eine staatlich geregelte Ausbildung gibt es nicht – umso wichtiger ist die Wahl des Instituts. Prüfkriterien sind die Lizenzierung (etwa durch die European Coaching Association), eine klar gelehrte Abgrenzung zu Diagnostik und Therapie, praxiserfahrene Dozierende und transparente Kosten. Die Praxis für Lösungs-Impulse AG (PLI) in Luterbach bildet seit bald 20 Jahren Fachpersonen in diesem Feld aus. Die beiden Fachrichtungen sind einzeln buchbar – CAS ADHS Coaching und Beratung PLI® mit 15 Bildungstagen, Autismus-Coach PLI® mit 7 Bildungstagen – oder kombiniert:

Lehrgang
Kombilehrgang CAS ADHS und Autismus Coaching und Beratung PLI® – beide Fachrichtungen in einem Durchgang
Umfang
22 Bildungstage
Formate
Vor Ort, live per Zoom oder online im Selbststudium mit persönlicher Begleitung
Abschluss
CAS ADHS und Autismus Coaching und Beratung PLI® (markenrechtlich geschützt)
Kosten
CHF 9'600 – der Kombirabatt von CHF 300 gegenüber der Einzelbuchung ist eingerechnet
Fachperson lernt am Laptop
Berufsbegleitend angelegt: Alle Bildungstage lassen sich vor Ort, per Zoom oder im begleiteten Selbststudium absolvieren.

Für wen eignet sich der Beruf?

Die meisten, die in dieses Feld wechseln, arbeiten bereits mit Menschen: Lehrpersonen und Schulische Heilpädagoginnen, Fachpersonen aus Sozialer Arbeit und Pflege, Therapeutinnen, HR-Fachleute und Coaches, die sich spezialisieren wollen. Auch persönliche Berührungspunkte – ein eigenes Kind mit Diagnose, eigene Betroffenheit – sind ein häufiger und tragfähiger Ausgangspunkt, wenn das fachliche Fundament dazukommt.

Ob der Einstieg über eine Einzelfachrichtung oder den Kombilehrgang sinnvoller ist, hängt vom Hintergrund und vom geplanten Einsatzfeld ab – das lässt sich am besten im direkten Gespräch klären.

Beratungsgespräch
Ob dieser Beruf zu Ihrem Hintergrund passt und welcher Einstieg sinnvoll ist, klären wir in einem kostenlosen Gespräch per Zoom – inklusive aller Fragen zu Inhalten, Daten und Finanzierung.
Marianne Flury
Zur Autorin

Marianne Flury ist Gründerin und Schulleiterin der Praxis für Lösungs-Impulse AG (PLI) in Luterbach SO. Das von der European Coaching Association lizenzierte Institut bietet Lehrgänge zu ADHS, Autismus, Hochsensibilität und Hochbegabung an und arbeitet lösungs- und ressourcenorientiert.

Publireportage der Praxis für Lösungs-Impulse AG · Industriestrasse 30b · 4542 Luterbach · info@loesungs-impulse.ch · Tel. +41 (0)32 530 33 61
Impressum · Datenschutz