Autistische Kinder brauchen Vorhersehbarkeit. Ein Schulwechsel ist das Gegenteil: neue Räume, neue Menschen, neue Regeln, neue Routinen – und das alles gleichzeitig.

Warum Übergänge besonders schwierig sind

Der Bundesverband Autismus Deutschland empfiehlt, Kontakt zur neuen Schule etwa ein halbes Jahr vor dem Wechsel herzustellen und das Kind frühzeitig mit dem neuen Gebäude und den neuen Bezugspersonen vertraut zu machen. Je besser die Vorbereitung, desto kleiner der Sprung ins Unbekannte.

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Konkrete Vorbereitung

Was sich bewährt hat: Mehrere Besuche in der neuen Schule vor dem Schulstart, idealerweise zu ruhigen Zeiten. Fotos von Klassenzimmern, Lehrkräften und wichtigen Orten (Toilette, Mensa, Sekretariat) als visuelle Orientierung. Ein vorab kommunizierter Stundenplan. Die Information der neuen Lehrkräfte über die Diagnose, bestehende Fördermassnahmen und bewährte Strategien. Und wenn möglich: ein fester Ansprechpartner in der neuen Schule, an den sich das Kind bei Unsicherheiten wenden kann.

In den ersten Wochen besonders achtsam sein

Die grösste Gefahr besteht darin, dass autistische Kinder in den ersten Wochen «funktionieren» – durch Masking und extreme Anpassungsleistung – und dann einige Wochen später zusammenbrechen, wenn die Erschöpfung die Ressourcen übersteigt. Achte in dieser Phase besonders auf Veränderungen im Verhalten, Schlafprobleme, erhöhte Reizbarkeit oder zunehmenden Rückzug.

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Herzlich, deine Marianne